Monday, 12. November 2007
Lawinenschutz, natürlicher
Den besten Schutz vor Lawinen bietet dichter, hochstämmiger Wald. Er verhindert Lawinenanrisse und grosse Triebschneeansammlungen.
Eine einzelne Tanne hat einen Einflussbereich von 5 Metern: Sie bringt die Schneedecke durcheinander, indem sie den Neuschnee zuerst mit der Krone auffängt, bevor er später auf den Boden fällt und die Schneedecke bildet. Dadurch können sich keine Gleitschichten bilden. Durch Wald mit Ästchen und Nadeln verunreinigter Schnee schmilzt im Frühling schneller weg, da er mehr Sonnenenergie aufnimmt.
Keine Schutzwirkung hat der Wald, wenn eine Lawine oberhalb losbricht. Sie schlägt eine Schneise in ihn hinein und er wird beschädigt oder zerstört. Und lichter Wald bietet kaum mehr Schutz. Deshalb werden neue Wälder aufgeforstet und lichter Wald mit jungen Baumbeständen wieder geschlossen, nur dauert es Jahrzehnte, bis ein neuer Baum Schutzwirkung bietet.
Eine einzelne Tanne hat einen Einflussbereich von 5 Metern: Sie bringt die Schneedecke durcheinander, indem sie den Neuschnee zuerst mit der Krone auffängt, bevor er später auf den Boden fällt und die Schneedecke bildet. Dadurch können sich keine Gleitschichten bilden. Durch Wald mit Ästchen und Nadeln verunreinigter Schnee schmilzt im Frühling schneller weg, da er mehr Sonnenenergie aufnimmt.
Keine Schutzwirkung hat der Wald, wenn eine Lawine oberhalb losbricht. Sie schlägt eine Schneise in ihn hinein und er wird beschädigt oder zerstört. Und lichter Wald bietet kaum mehr Schutz. Deshalb werden neue Wälder aufgeforstet und lichter Wald mit jungen Baumbeständen wieder geschlossen, nur dauert es Jahrzehnte, bis ein neuer Baum Schutzwirkung bietet.
Oberflächenreif
Transparente, plättchenförmige Eiskristalle, die sich durch das Ausfällen von Feuchtigkeit (Sublimation) aus der Luft an der kalten Schneeoberfläche bilden.
Oberlawine
Lawine, die im Anrissbereich auf einer Schneeschicht abgleitet.
Paalage
Tief liegender Übergang von einem Tal ins andere. Mit der Verengung am Passübergang ist eine gegenüber der Umgebung erhöhte Windgeschwindigkeit verbunden, was zu intensivierter Schneeumlagerungen führt.
Rinne
In der Regel steile und langgestreckte Erosionsfurche. Bevorzugter Ort für die Bildung von Triebschneeansammlungen.
Rippe
Längliche, vom umliegenden Gelände deutlich abgesetzte, talwärts verlaufende Erhebung.
Rissbildung
In einer spröden Schneedecke können sich Risse bilden. Diese deuten auf eine gewisse Spannung in der Schneedecke hin.
Schneekristalle
Aus feuchter Luft entsteht bei tiefer Temperatur direkt Eis. Dieser Vorgang nennt sich Deposition, der Wasserdampf deponiert zu Eis. Eiskristalle wachsen als Prismen, Sterne, Stäbchen, Plättchen oder Säulen immer aus einer sechseckigen Grundform heraus. Diese Form entsteht aus der Anordnung der Moleküle, wenn sie einen festen Zustand erreichen und Eis bilden.
Die Eiskristalle verändern sich ständig, von ihrer Bildung in der Atmosphäre bis zum Schmelzen. Während dem Fallen wachsen sie auf Kosten des sie umgebenden Wasserdampfes. Während diesem Vorgang entsteht Kristallisationswärme, die wieder abgegeben werden muss, damit der Eiskristall weiter wachsen kann. Bei kalter Witterung bleibt während dem Fallen genug Zeit. Der Eiskristall wächst rundum regelmässig mit hexagonaler Symmetrie. Die Wärme kann am besten an den Ecken des Hexagons abgeführt werden, deshalb wächst dort der Eiskristall am schnellsten. An den Ecken bilden sich speerförmige Spitzen, die sich in die Länge ziehen.
Je höher die Luftfeuchtigkeit, je näher die Temperatur bei null Grad, um so feiner, zarter und verästelter die einzelnen Schneesterne. Jeder Eiskristall legt seine eigene Reise durch verschiedene Luftschichten von unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Aufwinde können seine Reise verlängern. So entstehen unendlich viele Variationen, da jeder Schneestern anderen Bedingungen und Prozessen unterworfen ist.
Die Eiskristalle verändern sich ständig, von ihrer Bildung in der Atmosphäre bis zum Schmelzen. Während dem Fallen wachsen sie auf Kosten des sie umgebenden Wasserdampfes. Während diesem Vorgang entsteht Kristallisationswärme, die wieder abgegeben werden muss, damit der Eiskristall weiter wachsen kann. Bei kalter Witterung bleibt während dem Fallen genug Zeit. Der Eiskristall wächst rundum regelmässig mit hexagonaler Symmetrie. Die Wärme kann am besten an den Ecken des Hexagons abgeführt werden, deshalb wächst dort der Eiskristall am schnellsten. An den Ecken bilden sich speerförmige Spitzen, die sich in die Länge ziehen.
Je höher die Luftfeuchtigkeit, je näher die Temperatur bei null Grad, um so feiner, zarter und verästelter die einzelnen Schneesterne. Jeder Eiskristall legt seine eigene Reise durch verschiedene Luftschichten von unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Aufwinde können seine Reise verlängern. So entstehen unendlich viele Variationen, da jeder Schneestern anderen Bedingungen und Prozessen unterworfen ist.
Schneerutsch
Hangabwärtsbewegung einer kleinen Schneemasse von weniger als 100 m³ Volumen und 50 m Länge, die im Gegensatz zu einer Lawine meist keine wesentliche Gefahr darstellt. Es besteht aber Mitreiss- und Absturzgefahr.
Schattenhang
Geländeteil, welcher durch die Sonnenstrahlung nicht oder nur unbedeutend beeinflusst wird. Erweiterte Erklärungen: Im Hochwinter mit tiefem Sonnenstand mehr verbreitet als gegen den Frühling mit höher werdendem Sonnenstand. Je nach Abschattung durch den Nahhorizont kommen Schattenhänge in allen Expositionen und nicht nur in Nordhängen vor.
Schmelzharsch
Entsteht durch das Gefrieren des freien Wassers in einer nassen Schneeschicht. Damit verbunden: Festigkeitszunahme.
Schneebrettlawine
Lawine, die durch den Abbruch einer Schneetafel entsteht. Die Schneebrettlawine ist durch einen linienförmigen, quer zum Hang verlaufenden Anriss charakterisiert.
Schneedecke
Auf dem Boden in verschiedenen Schichten abgelagerter Schnee
Schneedeckenaufbau
Schichtabfolge der Schneedecke, pro Schicht charakterisiert durch die Kornformen, Korngrössen, Härte, Temperatur, Wassergehalt und Dichte.
Schneefallgrenze
Höhe über Meer, bis zu welcher der Niederschlag überwiegend als Schnee fällt und am Boden liegen bleibt. Sie liegt im Mittel 300 m tiefer als die Nullgradgrenze. Bei intensiven Niederschlägen und/oder abgeschlossenen Tälern kann sie auch bis zu 600m unter die Nullgradgrenze absinken.
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